Geographie
Geographie:
Vor etwa 500.000 Jahren nahmen die Niederschläge zu und die
Durchschnittstemperaturen begannen abzusinken. Als Folge dieser Klimaveränderung
bildete sich eine mehrere tausend Meter starke Eiskappe, die sich beim späteren
Abschmelzen sich in Richtung Süden bewegte. Dadurch wurden die großen Hochebenen
und abgerundeten Bergkuppen Norwegens geformt.
Vor etwa 8.000 Jahren schmolz das Eis in großem Umfang und die
Gletscher zogen sich zurück. Hierdurch stieg der Spiegel des Meereswassers bis
zu 90 m an und viele Täler sanken dadurch unter die Höhe des Meeresspiegels.
Hieraus entstanden die typischen norwegischen Fjorde, die also im Grunde mit
Salzwasser voll gelaufene Täler sind und als Meeresarme weit in das Land
hineinreichen. Die größte Tiefe erreichen die Fjorde im Landesinnern weil dort
die Gletscher am mächtigsten waren.
Die Gletscher Norwegens sind, anders als die Gletscher der Alpen,
nicht Überbleibsel der letzten Eiszeit, sondern bildeten sich erst nach einer
neuen Klimaverschiebung vor etwa 2.500 Jahren. Im 17. Jahrhundert erreichten die
Gletscher durch eine große Zahl von kühlen Jahren ihre größte Ausdehnung, weshalb
dieser Zeitraum auch als kleine Eiszeit bezeichnet wird. Damals breitete
sich teilweise das Gletschereis so weit aus, dass zum Beispiel im Loendal und
dem Jostedal Siedlungen/Höfe vom Eis verschlungen wurden. Durch die Klimaerwärmung
zog sich das Eis ab Mitte des 18. Jahrhunderts wieder zurück. Im Gegensatz
zu den Alpengletschern gibt es jedoch seit dem letzten Jahrzehnt des 20.
Jahrhunderts Anzeichen für den Beginn eines langsamen erneuten Vorrückens der
Gletscher Norwegens.
Polarkreis
Bei 66°33’ nördlicher Breite liegt in der Nähe der norwegischen
Stadt Mo i Rana der Polarkreis, die mathematische Trennungslinie zwischen der
gemäßigten und der polaren Klimazone. An diesem Punkt geht am Tag der
Sommersonnenwende, also am 21. Juni, die Sonne nicht unter und am 21. Dezember,
dem Tag der Wintersonnenwende, geht die Sonne nicht auf. Diese Zeiten der
Mitternachtssonne, bzw. der Polarnacht dauen am Nordpol jeweils ein halbes Jahr. Dieses Phänomen ist durch die Krümmung der Erdachse bedingt.
Nordlicht bzw. Polarlicht
Imposant sind die im Norden Europas zu beobachtenden Polorlichter,
auch Aurora oder Aurora borealis genannt. Diese Leuchterscheinungen am
nächtlichen Himmel werden durch Sonnenwinde hervorgerufen durch die elektrisch
geladene Teilchen auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und
Luftmoleküle diese zum Leuchten bringen. Da in der Polarregion das Magnetfeld
der Erde senkrecht zur Erdoberfläche verläuft, erfolgt hier verstärkt der
Eintritt der Teilchen in die Erdatmosphäre, so dass dieses Naturschauspiel hier
am häufigsten zu sehen und am stärksten ausgeprägt ist.
Die Polarlichter treten deshalb vor allem nördlich des Polarkreises
auf, sind aber auch südlich davon zu sehen, und bei besonders starker
Sonnenwindaktivität kann dieses Phänomen sogar in Mitteleuropa gesehen
werden.
Landesfläche:
323.877 qkm (Weltrang 66), davon 26% Wald, 3% Ackerland
An der breitesten Stelle misst das Land 430 km, an der schmalsten Stelle 6 km
Ausdehnung:
NO-SW 1750 km, W-O 430 km
Landesgrenzen:
2 515 km (Finnland 729 km, Schweden 1 619 km, Russland 167 km)
Küstenlinie:
ohne Fjorde, Buchten, Inseln: 2.650 km; inkl. Fjorde und Buchten (ohne Inseln): 21.347 km
Küstenlinie der Inseln:
58.113 km
Anzahl der Inseln und Eilande:
ca. 150.000 (davon 2.000 bewohnt)
Geographische Lage:
zwischen 57° 57' und 71° 11' nördlicher Breite sowie 4° 30' und 31° 10' östlicher Länge
Gletscher:
- Jostedalsbreen 487 km2
- Svartisen 368 km2
- Folgefonn 212 km2
- Blåmannsisen 90 km2
- Hardangerjøkulen 80 km2
|
Höchste Berge:
|
Grösste Inseln:
|
Längste Fjorde:
|
Tiefste Fjorde:
|
|
Längste Flüsse:
|
Größte Binnenseen:
|
Längste Tunnel:
|
Längste Brücken:
|


