Die Geburtsstunde des Taschenmessers: Traditionelle
Laguiole-Klappmesser werden im südfranzösischen Auvergne bis heute in
Handarbeit gefertigt / Fischfang im Polarmeer vor der Küste Norwegens:
Warum der so genannte Langleinenfang für Kabeljau- und
Schellfischbestände schonender ist als die Schleppnetze der
Industrietrawler ... / Vöcklabruck in Österreich: Ein Krankenhaus
klappt förmlich zusammen / (Recycling)Rohstoff für die Ewigkeit: So
sieht die perfekte Trinkflasche aus ...
Die Geburtsstunde des Taschenmessers: Traditionelle
Laguiole-Klappmesser werden im südfranzösischen Auvergne bis heute in
Handarbeit gefertigt / Fischfang im Polarmeer vor der Küste Norwegens:
Warum der so genannte Langleinenfang für Kabeljau- und
Schellfischbestände schonender ist als die Schleppnetze der
Industrietrawler ... / Vöcklabruck in Österreich: Ein Krankenhaus
klappt förmlich zusammen / (Recycling)Rohstoff für die Ewigkeit: So
sieht die perfekte Trinkflasche aus ...
Raus aus der Hektik des Alltags, rein in die Ruhe der
Natur. Für Hobby-Angler ist das eine der schönsten Möglichkeiten, um
neue Energie zu tanken. In der Serie "Auf den Fisch gekommen"
macht sich der leidenschaftliche Angler Matt Hayes auf den Weg quer
durch Europa, um Angler-Paradiesen auf die Spur zu kommen.
Schroffe Felsen, türkisblaues Meer, Trogtäler, weiße
Sandstrände und idyllische Fischerorte. Die Lofoten, ein Inselarchipel
im Nordmeer von Norwegen, haben bereits auf viele Maler und Dichter
eine Faszination ausgeübt. Ihrem Reiz konnte sich auch Tamina Kallert
nicht entziehen. Sie hat die arktische Region bereist und berichtet
über erstaunliche Menschen und reizvolle Orte.
12:40
Mit dem Wassertaxi durch die
Lofoten - Winter am Polarkreis
Schroffe Inseln, verschneite Hänge, fahles Licht: Der Winter
ist lang und rau auf den Lofot-Inseln vor der Küste Nordnorwegens. Fast
ohne Fang kommen die Fischer nun von ihren Fahrten zurück. Trotzdem fahren
sie immer wieder hinaus aufs Meer, denn keiner möchte die Ankunft der
großen Dorschschwärme verpassen. In dieser Zeit ist Karl M. Johansen
besonders gefragt. Vor einigen Jahren hat er sein Hotel verkauft und ein
Schnellboot angeschafft. Schiffe sind ein notwendiges Verkehrsmittel in der
Inselwelt der Lofoten, vor allem, wenn die wenigen Straßen streckenweise
auch noch unter Schneewehen begraben sind. So ist Johansen mit seinem
Schnellboot zum "Taxifahrer" geworden. Mal bringt er einen
Leuchtturmwärter zu einer einsamen Insel, mal einen Pastor zu einem Kranken
in einem fast menschenleeren Dorf, oder er schleppt eine Fähre ab, die mit
Maschinenschaden liegen geblieben ist. Johansen kennt fast jeden Einwohner
der Lofoten und fast jeden Winkel der verschiedenen Inseln. Trotzdem haben
sie für ihn nichts von ihrer Faszination verloren. In jeder freien Stunde
fotografiert er sie. Er liebt "seine" Lofoten. "Woanders
existiert man nur, hier aber lebt man", pflegt er zu sagen.
Der Oslofjord ist Norwegens Lebensader. Für die Norweger
ist der 100 Kilometer lange Fjord Wasserstraße, Naherholungsgebiet,
Angelparadies, Arbeitsplatz, Wohngebiet und Segelrevier. Eine Million
Menschen lebt hier im Inselreich des Oslofjords - ein Viertel aller
Norweger.
Lucas bei den Wikingern - Familie Merten wandert aus
Ende: 13:25
Gesellschaftsdokumentation
Kamera: Michael Lange
Autor: Heike Raab
Schnitt: Werner Moser
Familie Merten in Aufbruchstimmung:
Lisa (9) , Lukas (13) und Mama Jaqueline (33) sitzen auf gepackten
Koffern und Umzugskartons - mit gemischten Gefühlen, zwischen Trauer
und Aufbruchstimmung. Die drei haben sich entschlossen, Vater Kai (34)
nach Norwegen zu folgen und ein neues Leben in einem fremden Land zu
beginnen. Kai sah für seine berufliche Zukunft als Maurermeister
schwarz in Deutschland - entweder drohte ihm in den letzten Jahren
immer wieder die Arbeitslosigkeit oder seine Jobs waren so schlecht
bezahlt, dass er von seinem Gehalt seine Familie eigentlich nicht
ernähren konnte. Seit dem Sommer 2002 arbeitet er jetzt schon in Fiskal,
einem kleinen Ort in der Nähe von Bergen. Aber die Familienbeziehung
auf Distanz kann für Familie Merten kein Dauerzustand sein. Nach einem gemeinsamen Familienurlaub in
Norwegen fiel die Entscheidung: Es geht mit Sack und Pack, Hamster
Einstein und MeerschweinchenEvcheninsLand der
Wikinger. Mit dabei: Träume und Wünsche auf eine bessere Zukunft, ein
besseres Lebensgefühl, aber auch die Angst, dass gerade die Kinder die
Umstellung nicht packen werden.
Um in der neuen Heimat
nicht ganz verloren zu sein, nehmen Jaqueline und die Kids
Norwegisch-Unterricht. Wenigstens ein paar Grundkenntnisse sollen helfen,
sich in den ersten Wochen in der Heimat zurecht zu finden. Jetzt bei
der Vorbereitung auf die große Reise ins Unbekannte ist Mama Jaqueline
auf sich alleine gestellt, Ehemann Kai muss bei seinem neuen
Arbeitgeber schuften. Zusammen mit Oma und Opa wird sie den Berliner
Haushalt auflösen und die Möbel bei einer Spedition einlagern. Denn
noch haben die Mertens kein richtiges Haus in Norwegen gefunden, sie
werden sich auf die Suche machen, wenn sie Vorort sind. Für den
Übergang haben sie sich ein Ferienhaus gemietet - die Kinder finden es
cool, denn es sieht aus wie ein Häuschen aus Astrid Lindgren Roman
"Bullerbü".
Am 8.4.03 haben die Kinder dann ihren letzten Schultag in
Berlin, vier Tage später werden sie mit dem vollbepackten Auto nach
Norwegen aufbrechen. Vor den tränenreichen Abschiedsfesten graut es
Jaqueline schon. Rund zwei Tage wird ihre Reise dauern, an deren Ende
ein Wiedersehen mit Papa Kai steht. Monatelang hat die ganze Familie
auf diesen Moment gewartet!
Wie wird sich die Familie
in Norwegen einleben? Wird den Kindern die neue Schule gefallen?
Überwiegt das Heimweh oder die Vorfreude auf den neuen Alltag? Fragen
auf die Familie Merten in den nächsten Wochen Antworten finden muss.
Wir begleiten die Familie bei ihrem Umzug nach Norwegen
aus der Sicht der Kinder. Im Mittelpunkt stehen der 13jährige Lukas und
seine neunjährige Schwester Lisa. Lukas soll dabei selbst auch eine
Kamera (Mini-DV) führen, um seine Sichtebene zu verstärken und
gleichzeitig intime Familienmomente einzufangen, die mit einer großen
Kamera nicht möglich sind. Ein professionelles Kamerateam begleitet in
Reportageelementen zusätzlich die wichtigsten Stationen.
Zwischen 100.000 und 120.000 Deutsche verlassen jährlich
die Bundesrepublik, - für immer. Tendenz steigend: Angesichts der
wirtschaftliche Lage entwickelt sich Deutschland zunehmend zum
Auswanderungsland. Susanne Busch
vom katholischen Raphaels-Werk in Berlin: "Ich berate seit über
12 Jahren auswanderwillige Deutsche. In den letzten neun Monaten ist
eines wirklich auffällig geworden: Es sind vor allem die gut
ausgebildeten Menschen, die sich für das Auswandern interessieren. Und über 50
Prozent ziehen das wirklich durch!"
Die favorisierten Exilnationen sind Überseeziele wie die
USA, Kanada und Australien. Zunehmend werden aber auch europäische
Länder mit niedrigen Arbeitslosenquoten für Deutsche als neue Heimat
interessant: In Skandinavien werden ganze Berufsgruppen wie Ärzte oder
IT-Fachkräfte sogar noch händeringend gesucht, aber auch Irland,
Großbritannien, die Schweiz und Spanien sind attraktive Länder. Wir
möchten eine Familie mit schulpflichtigen Kindern in einer Reportage
beim Auswandern begleiten, zum Beispiel Familie Merten aus Berlin. Die
Familie wird am 12.04.2003 ihre Zelte in Berlin endgültig abbrechen und
sich auf das Abenteuer ihres Lebens einlassen: Sie wandern aus nach
Fiksdal, Norwegen.
Nur ein einziger einsamer Weg verbindet das Dorf Båtsfjord
mit dem Rest der Zivilisation. Båtsfjord liegt im äußersten Nordosten,
an der Eismeerküste Norwegens. In der kalten Jahreszeit ist der Ort oft
durch Schneestürme von der Außenwelt abgeschnitten. Filmautor Sven Jaax
hat den Taxifahrer Oddvar Bruvoll in der kalten Zeit mit der Kamera
begleitet. Wenn das Dorf tief verschneit ist, gönnen sich die Bewohner
nämlich gerne ein Taxi, um nicht zu Fuß durch die Kälte zu müssen. Mit
dem Taxifahrer geht es zu einem der abgeschiedensten Leuchttürme der
Welt, zum Eisangeln in die nordnorwegischen Berge, auf verrostete
russische Fischtrawler, in hochmoderne Fischfabriken, in eine winzige
Siedlung mit nur einem einzigen Bewohner und zu den Schiffen der
legendären Hurtigrute, die Nacht für Nacht Båtsfjord anlaufen. Der
Taxifahrer Oddvar Bruvoll lebt und arbeitet in einem ganz
außergewöhnlichen Ort: Trotz der Isolation ist der Lebensstandard von
Båtsfjord hoch. Båtsfjord ist Norwegens "Wunderdorf", denn es
gibt so gut wie keine Arbeitslosigkeit. Der Leitsatz der Gemeinde ist:
Wir liegen im Zentrum einer Welt voller Möglichkeiten. Dass es in der
kalten Jahreszeit monatelang dunkel bleibt, scheint Båtsfjorder
eigentlich nicht zu stören. Doch an den Tagen vor dem Ende der
"mørketid", der Dunkelzeit, spürt man die Aufregung im Dorf.
Die meisten versuchen der Sonne entgegenzueilen, fahren mit dem
Motorschlitten auf die Berge oder mit dem Boot eine Runde aufs Eismeer,
wo keine Hügel den Blick auf den Horizont verdecken. Wenn die Sonne
dann endlich den Ort erreicht, bekommen die Kinder schulfrei, dann wird
eine Lichterkönigin gekürt, und Båtsfjord feiert. Das Ende des Winters
ist in Sicht.
Schroffe Inseln, verschneite Hänge, fahles Licht: der
Winter ist lang und rau auf den Lofot-Inseln vor der Küste
Nordnorwegens. Fast ohne Fang kommen die Fischer nun von ihren Fahrten
zurück. Trotzdem fahren sie immer wieder hinaus aufs Meer, denn keiner
möchte die Ankunft der großen Dorschschwärme verpassen.
In dieser Zeit ist Karl M. Johansen besonders gefragt. Vor
einigen Jahren hat er sein Hotel verkauft und ein Schnellboot
angeschafft. Schiffe sind ein notwendiges Verkehrsmittel in der
Inselwelt der Lofoten, vor allem, wenn die wenigen Straßen
streckenweise auch noch unter Schneewehen begraben sind. So ist Karl M.
Johansen mit seinem Schnellboot zum "Taxifahrer" geworden.
Mal bringt er einen Leuchtturmwärter zu einer einsamen Insel, mal einen
Pastor zu einem Kranken in einem fast menschenleeren Dorf, oder er
schleppt eine Fähre ab, die mit Maschinenschaden liegen geblieben ist.
Karl M. Johansen kennt fast jeden Einwohner der Lofoten
und fast jeden Winkel der verschiedenen Inseln. Trotzdem haben sie für
ihn nichts von ihrer Faszination verloren. In jeder freien Stunde
fotografiert er sie. Er liebt "seine" Lofoten. "Woanders
existiert man nur, hier aber lebt man", pflegt er zu sagen.
Schroffe Inseln, verschneite Hänge, fahles Licht: Der
Winter ist lang und rau auf den Lofot-Inseln vor der Küste
Nordnorwegens. Fast ohne Beute kommen die Fischer nun von ihren
Ausfahrten zurück. Trotzdem fahren sie immer wieder hinaus aufs Meer,
denn keiner möchte die Ankunft der großen Dorschschwärme verpassen.
In dieser Zeit ist Karl M. Johansen besonders gefragt. Vor
einigen Jahren hat er sein Hotel verkauft und ein Schnellboot
angeschafft. Schiffe sind ein notwendiges Verkehrsmittel in der
Inselwelt der Lofoten, vor allem, wenn die wenigen Straßen
streckenweise auch noch unter Schneewehen begraben sind. So ist Karl M.
Johansen mit seinem Schnellboot zum "Taxifahrer" geworden.
Mal bringt er einen Leuchtturmwärter zu einer einsamen Insel, mal einen
Pastor zu einem Kranken in einem fast menschenleeren Dorf, oder er
schleppt eine Fähre ab, die mit Maschinenschaden liegen geblieben ist.
Karl M. Johansen kennt fast jeden Einwohner der Lofoten
und fast jeden Winkel der verschiedenen Inseln. Trotzdem haben sie für
ihn nichts von ihrer Faszination verloren. In jeder freien Stunde
fotografiert er sie. Er liebt "seine" Lofoten. "Woanders
existiert man nur, hier aber lebt man", pflegt er zu sagen.
DieKüstenwachenNorwegensundIslands kämpfen gegen Piratenfischer im Nordatlantik,
die illegal ihre Netze auswerfen. Andreas Orth war mit auf
Patrouillenfahrt und dokumentiert Verfolgungsjagden und Kontrollen auf
hoher See - ein schier aussichtsloser Kampf.
Nur ein einziger einsamer Weg verbindet das Dorf Båtsfjord
mit dem Rest der Zivilisation. Båtsfjord liegt im äußersten Nordosten,
an der Eismeerküste Norwegens. In der kalten Jahreszeit ist der Ort oft
durch Schneestürme von der Außenwelt abgeschnitten. Sven Jaax hat den
Taxifahrer Oddvar Bruvoll in der kalten Zeit mit der Kamera begleitet.
Wenn das Dorf tief verschneit ist, gönnen sich die Bewohner nämlich
gerne ein Taxi, um nicht zu Fuß durch die Kälte zu müssen. Mit dem
Taxifahrer geht es zu einem der abgeschiedensten Leuchttürme der Welt,
zum Eisangeln in die nordnorwegischen Berge, auf verrostete russische
Fischtrawler, in hochmoderne Fischfabriken, in eine winzige Siedlung
mit nur einem einzigen Bewohner und zu den Schiffen der legendären
Hurtigrute, die Nacht für Nacht Båtsfjord anlaufen.
Taxifahrer Oddvar Bruvoll lebt und arbeitet in einem ganz
außergewöhnlichen Ort: Trotz der Isolation ist der Lebensstandard von
Båtsfjord hoch. Båtsfjord ist Norwegens "Wunderdorf", denn es
gibt so gut wie keine Arbeitslosigkeit. Der Leitsatz der Gemeinde ist:
Wir liegen im Zentrum einer Welt voller Möglichkeiten. Dass es in der
kalten Jahreszeit monatelang dunkel bleibt, scheint Båtsfjorder
eigentlich nicht zu stören. Doch an den Tagen vor dem Ende der
"mørketid", der Dunkelzeit, spürt man die Aufregung im Dorf.
Die meisten versuchen der Sonne entgegenzueilen, fahren mit dem
Motorschlitten auf die Berge oder mit dem Boot eine Runde aufs Eismeer,
wo keine Hügel den Blick auf den Horizont verdecken. Wenn die Sonne
dann endlich den Ort erreicht, bekommen die Kinder schulfrei, dann wird
eine Lichterkönigin gekürt und Båtsfjord feiert. Das Ende des Winters
ist in Sicht.